Dr. Carsten KreklauNach zweijähriger Unterbrechung hatte die Stiftung Industrieforschung für den 22. November 2010 wieder zu einer Jahresveranstaltung eingeladen. Ort war diesmal das Kölner Hotel Intercontinental. In den Mittelpunkt seiner Begrüßungsansprache stellte Kuratoriumsvorsitzender Dr. Carsten Kreklau die neuen Förderinstrumente für hervorragende junge Forscherinnen und Forscher: Stipendien, Preise und Veranstaltungen.

Mit Blick auf die grundlegende Neuorientierung, die die Stiftung nach der Finanzkrise zu bewältigen hatte, fasste Kreklau zusammen: „Auch wenn noch nicht alle Fragen zur Zukunft der Stiftung Industrieforschung abschließend geklärt sind, so sind wir doch nach meiner Überzeugung auf gutem Wege, einen radikalen Wandel erfolgreich zu bewältigen. Mit bescheidenen Mitteln haben wir ein Spektrum von Förderinstrumenten entwickelt, das von der wissenschaftlichen Startphase einer Master- oder Diplomarbeit über Spitzenleistungen junger Forscherinnen und Forscher bis hin zur Umsetzung anwendungsnaher Forschung in High-Tech-Gründungen reicht. Dieses Jahr des Neuaufbruchs hat gezeigt, dass unser Förderkonzept funktioniert. Das macht uns Mut, künftig noch mehr Gutes für den wissenschaftlichen Nachwuchs und für den Mittelstand zu tun.“

Prof. Birgit MagerAls Gastrednerin war Prof. Birgit Mager vom Zentrum für Forschungskommunikation an der Köln International School of Design gekommen. In ihrem Vortrag „Forschungsmarketing: vom Elfenbeinturm in den Wettbewerb“ warb Mager dafür, Forschungsprojekte von Anfang an mit einer professionellen Kommunikationsstrategie zu verbinden.  Service-Design biete zudem auch im Forschungsbereich die Chance, methodisch kunden- und marktgerechte Dienstleistungen zu entwickeln.

StipendiatenAnschließend erhielten die ersten sieben Stipendiatinnen und Stipendiaten des neuen Programms für Master- und Diplomarbeiten ihre Urkunden. „Sie alle haben in ihrem Studium durch Leistungen überzeugt, die deutlich über dem Durchschnitt liegen. Und sie behandeln in Ihren Masterarbeiten oder Diplomarbeiten Themen, die nicht nur wissenschaftlich anspruchsvoll sind, sondern auf mittlere Sicht dem industriellen Mittelstand neue Impulse für Innovationen geben können“, betonte Dr. Carsten Kreklau in seiner Einführung. Ein sechsmonatiges Stipendium erhielten: Lukas Oehm (Dresden), Paritosh Prayagi (Chemnitz), Carmen Schmidt (Erlangen-Nürnberg), Markus Pinkert (Hannover), Timo Grieser (Kaiserslautern), Elisabeth Schwab (Bayreuth) und Katharina Beier (Erlangen-Nürnberg).

Katharina Beier und Markus PinkertKatharina Beier und Markus Pinkert hielten – stellvertretend für alle sieben Stipendiaten – eine kurze Dankansprache: "Mit einem freien Kopf und nahezu ohne zeitliche oder wirtschaftliche Zwänge können wir an unsere Arbeiten herangehen und müssen uns nicht den zusätzlichen Herausforderungen stellen wie unsere Kommilitonen. Wir können uns zu 100 Prozent auf unsere Arbeiten konzentrieren, was eine enorme Erleichterung darstellt. Es ist eine Ehre für uns, von der Stiftung Industrieforschung ausgewählt worden zu sein und wir hoffen, dass Sie mit unseren erbrachten Leistungen ebenso zufrieden sind, wie wir mit Ihnen."

Schließlich wurden drei junge Forscher ausgezeichnet, die in ihren Arbeiten den Brückenschlag zwischen wissenschaftlicher Exzellenz und Praxisnutzen in vorbildlicher Weise vollzogen hatten. Der „Preis für wissenschaftliche Arbeiten“, den die Stiftung Industrieforschung seit 1989 vergibt, ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert.

Dr. Andreas DiemarDer erste Preis ging diesmal an Dr. Andreas Diemar, der sich in seiner Dissertation mit dem Thema „Simulation des Einsatzhärtens und Abschätzung der Dauerfestigkeit einsatzgehärteter Bauteile“ beschäftigt hatte.


Dr. Jörg LässigDen zweiten Preis erhielt Dr. Jörg Lässig. Seine Dissertation hatte das Thema: „Algorithmen und Modelle zur Generierung und Steuerung von Kompetenznetzen“.


Dipl.-Ing. Benjamin PohrerFür seine Diplomarbeit zum Thema „Untersuchungen zum Einsatz von ionischen Flüssigkeiten als Schmiermedium in Verbrennungskraftmaschinen“ konnte Dipl.-Ing. Benjamin Pohrer den dritten Preis in Empfang nehmen.


In seien Abschlussworten dankte Dr. Carsten Kreklau den Teilnehmern – unter ihnen auch ehemalige Kuratoren, Vorstände und Stipendiaten der Stiftung – für ihr Kommen und lud sie ein, das anschließende Buffet für eine Fortsetzung des Dialogs und des persönlichen „Networkings“ zu nutzen.

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Stand: 01.06.2017
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