Auch im Jahre 2012 zeichnete die Stiftung Industrieforschung junge Forscherinnen und Forscher aus, deren Arbeiten - in diesem Jahrgang handelte es sich ausschließlich um Dissertationen - nicht nur nach wissenschaftlichen Kriterien erstklassig waren, sondern auch der mittelständischen Praxis Nutzen stifteten. Einen ganz besonderen Dank richtete Kuratoriumsvorsitzender Dr. Carsten Kreklau an die Jury unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Christian Birr - sie musste sich der Herausforderung stellen, aus einer größeren Anzahl guter Arbeiten die besten auszuwählen.

Dr. Heike Rindfleisch

Gewinnerin des ersten Preises war Dr. Heike Rindfleisch. In ihrer - an der FU Berlin entstandenen - Dissertation hatte sie sich mit einem für die Praxis brisanten Forschungsthema auseinandergesetzt: „Insolvenz und Rigidität – Eine theoretische und empirische Ursachenanalyse auf Basis von Insolvenzplänen“. Gerade für die Vermeidung von Insolvenzen ließen sich aus der Arbeit wichtige Erkenntnisse ziehen, betonte Dr. Carsten Kreklau in seiner Laudatio: „ Allein die Erkenntnis, dass sich bestimmte Starrheitsphänomene, die zu Insolvenzen führen können, in vielen Fällen bereits fünf Jahre vor Eintritt der Insolvenz klar erkennen lassen, bereichert Forschung und Praxis in besonderer Weise. Unsere Jury hat dazu angemerkt: „Aus der Arbeit lassen sich zahlreiche Erkenntnisse gewinnen, die Realphänomene in der Praxis in einem neuen Licht erscheinen lassen. Für praktische Fragen der Insolvenzvermeidung hat die Arbeit einen hohen Wert, der insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen von großem Interesse sein dürfte. Daher kann der Arbeit ohne Zweifel Meilenstein-Charakter beigemessen werden.“

Dr. Stefan Walther

Der zweite Preis ging an Dr. Stefan Walther. Seine Dissertation an der Universität Erlangen-Nürnberg hatte das Thema: „Industrializing Transportation Networks - An Analysis and Evaluation of Alternative Approaches to Cargo Transport Services with Special Reference to the European Over-the-Road Truckload Carrier Industry“. Zu dieser Arbeit führte Dr. Carsten Kreklau in seiner Laudatio aus: „Mit Ihrer Dissertation haben Sie, Herr Dr. Walther, gerade mittelständischen Logistikunternehmen neue Impulse gegeben, um nicht nur ihre Dienstleistungen effizienter zu gestalten, sondern zugleich einer steigenden Umweltbelastung durch den europäischen Ladungsverkehr entgegenzuwirken. Unsere Jury hat besonders hervorgehoben, dass Sie bei Ihren Handlungsempfehlungen ausdrücklich zwischen der Umsetzung in Großunternehmen und mittelständischen Betrieben unterschieden haben. Damit haben Sie gerade kleinen und mittleren Logistik-Anbietern ein wissenschaftlich fundiertes und gleichzeitig sehr anwendungsnahes Instrumentarium für eine erfolgreiche Betriebsführung geliefert.“

Dr. Gunnar Armbrecht

Den Sonderpreis erhielt Dr. Gunnar Armbrecht für seine Dissertation zum Thema „Dielectric Tubular Endfire Antennas for Industrial Radar Level Measurements: Analysis and Design”. Diese Arbeit war an der Leibniz Universität Hannover entstanden. In seiner Laudatio sagte Kuratoriumsvorsitzender Dr. Carsten Kreklau: „Ihre Dissertation, Herr Dr. Armbrecht, ist ein Musterbeispiel dafür, wie universitäre Forschung dazu beitragen kann, Chancen für die unternehmerische Praxis zu schaffen. Unser Fachgutachter und auch die Jury haben ganz besonders den Anwendungsnutzen betont, den Ihre Arbeit gerade kleinen und mittleren Unternehmen aus volkswirtschaftlichen Schlüsselbranchen wie der Prozessindustrie stiftet. Zur Überwachung der Füllstände von Flüssigkeiten oder Schüttgut in Lagerbehältern werde präzise und robuste Messtechniken benötigt. Mit Ihrer Arbeit haben Sie einen wesentlichen Beitrag geleistet, radarbasierte Messsysteme mit einem Höchstmaß an präzision auszustatten.“

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Stand: 07.02.2017
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