Mit insgesamt 12.000 Euro wurden in der Jahresveranstaltung der Stiftung Industrieforschung am 16. November 2011 vier wissenschaftlich herausragende Arbeiten mit Praxisnutzen prämiert.

Dr. Michael Geisler

Der erste Preis ging dabei an Dr. Michael Geisler, der sich in seiner –an der TU München entstandenen - Dissertation mit dem Thema „Einzelmolekülsensoren zur Untersuchung hydrophober Phänomene“ befasst hatte. In seiner Laudatio sagte Kuratoriumsvorsitzender Dr. Carsten Kreklau: „Sie haben im Rahmen Ihrer Dissertation Außerordentliches geleistet. Zum einen haben Sie mit Ihren Forschungsergebnissen neue Impulse für verbesserte medizinische Produkte wie zum Beispiel Implantate mit antibakteriellen Oberflächen gegeben. Zum anderen haben Sie durch Patentierung, Veröffentlichungen und auch Workshops aktiv dazu beigetragen, Ihre Forschungsergebnisse für eine breite industrielle Anwendung zugänglich zu machen. Ihre Arbeit hat als einzige in diesem Termin von unserem Gutachter in allen Zu dieser herausragenden Gesamtleistung aus wissenschaftlicher Exzellenz und aktivem Praxistransfer gratuliere ich Ihnen herzlich.“

Der zweite Preis wurde 2011 gleich zwei Mal verliehen:

Dr. Konstantin Kolloge

Gewinner war zum einen Dr. Konstantin Kolloge. Die Dissertation, die an der Universität Münster verfasst hatte, trug den Titel: „Erfolgsfaktoren internationaler Unternehmenskooperationen - eine empirische Untersuchung am Beispiel von Vertriebskooperationen im deutschen Maschinenbau.“ In seiner Laudatio betonte Dr. Carsten Kreklau die Bedeutung der Arbeit für international tätige Mittelständler: „Kooperationen – sei es mit Unternehmen aus vorgelagerten Produktionsstufen oder mit Vertriebspartnern – können die Wettbewerbsposition mittelständischer Firmen erheblich stärken. Mit Ihrer Dissertation haben Sie nicht nur zum besseren Verständnis der Erfolgsfaktoren solcher Kooperationen beigetragen, sondern den Entscheidungsträgern zugleich konkrete Handlungsempfehlungen für die praktische Gestaltung der Zusammenarbeitsprojekte an die Hand gegeben. „In Summe eine methodisch brillante Arbeit, die eine breite Anwendungspalette für die Industrie liefert“ – so heißt es in der Stellungnahme unserer Gutachterin.“

Dr. Daniel Küpper

Ebenfalls den zweiten Preis erhielt Dr. Daniel Küpper. In seiner - an der RWTH Aachen entstandenen – Dissertation hatte er das Thema „Die Erfolgswirkung von Effectuation im Kontext von FuE-Projekten - eine empirische Analyse“ untersucht. Dr. Carsten Kreklau nannte in der Laudatio die Arbeit „ein exzellentes Beispiel anwendungsnaher Forschung“ und fuhr fort: „Die Grunderkenntnis, dass Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit geringem Innovationsgrad ein völlig anderes Management benötigen als Projekte mit hohem Innovationsgrad, kann wesentlich dazu beitragen, aus guten Ideen erfolgreiche Innovationen zu machen. Unser Gutachter hat Ihre Dissertation als methodisch hervorragend herausgestellt und zudem betont: „Es gelingt Herrn Küpper in überzeugender Weise, nicht nur fundierte Aussagen zu entwickeln, er führt diese auch in eine operational greifbare Form.“ Diesem Urteil hat sich auch unsere Jury angeschlossen.“

Sophia Schärfl

Der Sonderpreis ging an Sophia Schärfl, die an der Fachhochschule Technikum Wien in ihrer Masterarbeit zum Thema „Vom Schadstoff zum Rohstoff: Mikroalgen zur Rückführung von CO2 in einem energetischen und wirtschaftlichen Nutzungskreislauf am Beispiel der Zementindustrie“ einem höchst innovativen Ansatz zur Schadstoffminderung auf die Spur ging. Hierzu erläuterte Dr. Carsten Kreklau in seiner Laudatio: „Forschung schafft neue, bisweilen auch überraschende Optionen für die Lösung von Problemen. Und die Idee, Kohlendioxid in Algenbiomasse zu binden und damit nicht nur den CO2-Ausstoß zu vermindern, sondern zugleich die entstehende Biomasse als Brennstoff zu nutzen, hat einen erheblichen Reiz. Sie, Frau Schärfl, haben mit ihrer exzellenten Arbeit diese Idee ein Stück näher an die Realisierung herangeführt. Eine besondere Leistung bestand aus Sicht unserer Jury darin, dass Sie einen visionären Ansatz mit den konkreten Herausforderungen einer Industriebranche, der Zementindustrie, zusammengeführt haben. Ihre Arbeit zeigt, dass auch auf dem Niveau von Masterarbeiten ganz außerordentliche Leistungen möglich sind.“

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Stand: 01.06.2017
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