In der Jahresveranstaltung der Stiftung Industrieforschung am 22. November 2010 wurden auch die Gewinner des mit insgesamt 10.000 Euro dotierten Preises für hervorragende wissenschaftliche Arbeiten mit Praxisnutzen ausgezeichnet.

Dr. Andreas DiemarDer erste Preis ging dabei an Dr. Andreas Diemar, der sich in seiner Dissertation mit dem Thema „Simulation des Einsatzhärtens und Abschätzung der Dauerfestigkeit einsatzgehärteter Bauteile“ beschäftigt hatte. In seiner Laudatio sagte Kuratoriumsvorsitzender Dr. Carsten Kreklau: „Sie haben in Ihrer Dissertation Außerordentliches geleistet. Durch die Einbeziehung von Simulationsergebnissen haben Sie erstmals ein in sich geschlossenes Konzept zur Dauerfestigkeit einsatzgehärteter Bauteile vorgelegt. Mit dieser Pionierleistung haben Sie einen wichtigen Beitrag geleistet, die Qualität von Antriebsteilen und Zahnrädern – wie wir es gerade im Video gesehen haben – zu erhöhen. Gerade mittelständische Unternehmen aus wichtigen Branchen wie dem Maschinenbau oder der Automobilzulieferindustrie können von ihren Ergebnissen profitieren. Ihre Arbeit hat als einzige in diesem Termin von unserem Gutachter in allen drei Bewertungskategorien die Höchstnote erreicht: bei der wissenschaftlichen Qualität, der Originalität und dem Anwendungsnutzen für mittelständische Unternehmen.“

Dr. Jörg LässigDen zweiten Preis erhielt Dr. Jörg Lässig. Seine Dissertation hatte das Thema: „Algorithmen und Modelle zur Generierung und Steuerung von Kompetenznetzen“. In seiner Laudatio betonte Dr. Carsten Kreklau die Mittelstandsrelevanz der Arbeit: „Sie haben sich in Ihrer Dissertation mit einem Thema auseinandergesetzt, das für mittelständische Unternehmen von besonderer Bedeutung ist. Kooperationen in Form von Unternehmensnetzwerken bieten gerade kleinen und mittleren Firmen die Chance, ihre spezifischen Kompetenzen in einen Verbund einzubringen, der seinerseits in der Lage ist, Komplettlösungen anzubieten. Dies stärkt die Wettbewerbsposition hochspezialisierter Mittelständler erheblich. Unser Gutachter hat besonders hervorgehoben, dass dieses sehr praxisnahe Forschungsthema in Ihrer Dissertation mit höchster wissenschaftlicher Qualität bearbeitet wurde.  Dieser Brückenschlag zwischen exzellenter Wissenschaft und hohem Anwendungsnutzen für den Mittelstand ist eines der Kernanliegen unseres Preises für wissenschaftliche Arbeiten.“

Dipl.-Ing. Benjamin PohrerFür seine Diplomarbeit zum Thema „Untersuchungen zum Einsatz von ionischen Flüssigkeiten als Schmiermedium in Verbrennungskraftmaschinen“ konnte Dipl.-Ing. Benjamin Pohrer den dritten Preis in Empfang nehmen. Seine Laudatio begann Dr. Carsten Kreklau mit einem Zitat des Gutachters, der die Arbeit für die Stiftung bewertet hatte: „Die wissenschaftliche Qualität der Diplomarbeit ist von einem hohen Niveau, fundiert und problemorientiert, mutet sich erkenntnistheoretische Auseinandersetzung zu und zeigt ein überdurchschnittliches Maß an Selbständigkeit“. Kreklau fuhr fort: „Ihre Arbeit zeigt, dass auch auf dem Niveau von Diplomarbeiten ganz außerordentliche Leistungen möglich sind. Ich betone dies nicht zuletzt mit Blick auf unser neues Stipendienprogramm. Denn hier gab es durchaus im Vorfeld einige kritische Stimmen, die bezweifelt haben, ob Master- oder Diplomarbeiten wirklich relevante Impulse für die wissenschaftlich anspruchsvolle und zugleich anwendungsnahe Forschung geben können. Wir hoffen, dass wir mit unseren Stipendien auch zu so hervorragenden und innovativen Arbeiten beitragen können. Ihnen, Herr Pohrer, gratuliere ich zu Ihrer bemerkenswerten Leistung und wünsche Ihnen viel Erfolg für den nächsten Schritt, die Promotion.“

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Stand: 01.06.2017
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