Im Rahmen des „Petersberger Industriedialogs“ wurden die Gewinner des Preises für wissenschaftliche Arbeiten der Stiftung Industrieforschung am 12. Mai 2009 ausgezeichnet. Diesmal gab es zwei erste Preisträger: Dr. Thomas Christoph Maßmann und Dr. Felix Riesenhuber, die sich das Preisgeld von 10.000 Euro teilten.

Dr. Thomas Christoph MaßmannMit einer Doktorarbeit zum Thema „Wirkmechanismen additivierter Schmierstoffe in der Kaltumformung“ gewann er einen ersten Preis für wissenschaftliche Arbeiten 2008: Dr. Thomas Christoph Maßmann. In seiner Laudatio führte Johann Wilhelm Arntz, stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung Industrieforschung, unter anderem aus: „Sie haben sich in Ihrer Dissertation mit einem Thema beschäftigt, das durch die Verarbeitung immer höherfesterer Werkstoffe für die Automobil- und Luftfahrtbranche zunehmend an Bedeutung gewinnt. Es geht dabei um Schmierstoffe, die zusammen mit modernen Werkzeugbeschichtungen einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, den Werkzeugverschleiß zu vermindern und die Reibung beim Kaltumformen zu reduzieren. Als Ergebnis Ihrer Arbeit haben Sie ein innovatives Konzept vorgelegt, das mittelständische Unternehmen bei der Entwicklung von Schmierstoffen für die Kaltumformung unterstützt und damit in die Lage versetzt, selbst schwierige Prozesse wie Feinschneiden oder Kaltfließpressen ohne den Einsatz umweltgefährdender Schmierstoffadditive wirtschaftlich zu betreiben. Ihre Arbeit hat unsere Fachgutachter und unsere Juroren überzeugt – durch besondere Praxisnähe, die konkrete Zusammenarbeit mit zwei Firmen, durch hohe Originalität und beträchtlichen Praxisnutzen.“

Dr. Felix Riesenhuber Ebenfalls einen ersten Preis erhielt Dr. Felix Riesenhuber für seine Dissertation zum Thema: „Wissen und Wachstum – eine empirische Untersuchung von Ausgründungen aus Forschungseinrichtungen.“ Johann Wilhelm Arntz, stellvertretender Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung Industrieforschung, begründete die Preisvergabe in seiner Laudatio wie folgt: „In Ihrer Dissertation haben Sie untersucht, welche Faktoren den Erfolg von Ausgründungen aus Forschungseinrichtungen bestimmen. Dabei haben Sie herausgefunden, dass das Umsatzwachstum vom Zusammenspiel des technologischen Wissens und der unternehmerischen Verhaltensweisen der Gründer getrieben wird. Ihre Arbeit hat eindrucksvoll gezeigt, dass hochwertiges technologisches Wissen zwar hohe Wachstumsraten ermöglicht, dass aber ganz bestimmte Management-Bedingungen erfüllt sein müssen, um dieses Wachstum zu realisieren. In 142 persönlichen Interviews haben Sie Ihre Erkenntnisse überprüft und praktische Empfehlungen für Gründer und Forschungseinrichtungen abgeleitet. Unser Land kann es sich – gerade in Zeiten der Krise – nicht leisten, innovative Ideen links liegen zu lassen, die den Zündfunken für Wertschöpfung und Wachstum am Industriestandort Deutschland geben können. Mit Ihrer Arbeit haben Sie einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, wissenschaftliche Ideen zu marktfähigen Innovationen zu machen.“

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Stand: 30.03.2017
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