geraeusch_introFür Hersteller von Maschinen und Anlagen ist eine geringe Geräuschemission ihrer Produkte ein wichtiges Verkaufsargument. Denn mit geräuschreduzierten Anlagen können ihre Kunden die Sicherheit am Arbeitsplatz verbessern und die Gesundheit ihrer Mitarbeiter schützen: Der Anteil der Lärmschwerhörigkeit an den anerkannten Berufskrankheiten liegt nach Angaben der Berufsgenossenschaften bei 38 Prozent. Bei dem Versuch, Lärmbelastung durch schalldämmende Maßnahmen zu reduzieren, stoßen die Hersteller aber inzwischen technisch und wirtschaftlich an ihre Grenzen.

Aktive Lärmschutzmaßnahmen können vor diesem Hintergrund einen wichtigen Beitrag zur Lärm-Verminderung leisten. Sieben Projekte brachte die Stiftung Industrieforschung im Rahmen des Förderschwerpunkts "Strategien zur aktiven Geräuschminderung von Bauteilen und Komponenten im Maschinen- und Anlagenbau" bereits im Jahre 2002 auf den Weg. Zentrale Ergebnisse aus diesen Forschungsprojekten wurden im April 2004 auf einer Tagung bei der METAV vorgestellt.

Obwohl die Forschungsarbeiten damit schon eine ganze Weile zurückliegen, machen wir aufgrund der regen Nachfrage aus der Industrie die Vorträge und Präsentationen, die bei dieser Tagung gehalten wurden, weiterhin auf dieser Website zugänglich.

Schallquellenortung an zerspanenden Holzbearbeitungsmaschinen

Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen können ihre Anlagen künftig spürbar leiser machen. Wissenschaftler am Institut für Werkzeugmaschinen der Uni Stuttgart erkundeten im Rahmen eines von der Stiftung Industrieforschung geförderten Projekts, an welchen Stellen beim Zerspanen der größte Lärm entsteht und warum der Schall abstrahlt. Ein Lösungsansatz für weniger Geräuschemission: Den Verlauf der so genannten Erregerkraft zeitlich verändern.

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Geräuschminderung bei High-Performance-Cutting

Maschinenbauer sollen die Möglichkeit haben, ihren Kunden spanabhebende Werkzeugmaschinen mit niedrigem Lärmpegel anzubieten. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) untersuchten mit Unterstützung der Stiftung Industrieforschung den Einsatz von metallischen Schäumen als Dämmstoff.

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Leisere Maschinen durch geräuschoptimierte Kugelgewindetriebe und Linearführungen

Anbieter von Werkzeugmaschinen wollen gezielt Geräuschemissionen der Getriebe reduzieren. Das Institut für Werkzeugmaschinen und Betriebstechnik (WBK) an der TU Karlsruhe untersuchte im Rahmen eines von der Stiftung Industrieforschung geförderten Projekts, welchen Einfluss einzelne Maschinenkomponenten auf die Schallentstehung haben.

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Geräuschreduzierung von Hydraulikpumpen

Hersteller von hydrostatischen Werkzeug- oder Spritzgussmaschinen haben das Ziel, ihren Kunden Anlagen mit leiseren Pumpen und Motoren zu offerieren. Ein von der Stiftung Industrieforschung gefördertes Projekt am Institut für Fluidtechnik der TU Dresden entwickelte innovative Möglichkeiten, mit denen sich Volumenstrom- und Druckpulsation aktiv vermindern lassen.

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Lärmabsorbierende Werkstoffe auf der Basis metallischer Hohlkugelstrukturen

Beim Bau von Maschinen sollen Dämmstoffe auch in solchen Bereichen eingesetzt werden, die Hitze und Chemikalien ausgesetzt sind. Die Stiftung Industrieforschung förderte ein gemeinsames Projekt vom Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM Dresden) sowie dem Institut für Akustik und Sprachkommunikation an der TU Aachen. Ziel war ein Absorbermaterial aus winzigen metallischen Hohlkugeln.

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Geräuscharme Zahnradgetriebe durch den Einsatz leichter und dämpfender Werkstoffverbund-Zahnräder

Firmen wollen Maschinen und Anlagen mit Zahnradgetrieben ausstatten, die gleichzeitig leise und stark sind. Zwei Forschungsinstitute der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule in Aachen (RWTH) entwickelten im Rahmen eines von der Stiftung Industrieforschung geförderten Projekts Zahnräder aus Stahl und Schaum.

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Geräuschdämmender Verbundwerkstoff auf der Basis von Glaskeramik und Leichtmetall

Schweres Gusseisen lässt sich beim Maschinenbau auch durch leichte Werkstoffe ersetzen. Davon waren die Wissenschaftler des Gießerei-Instituts an der TU Bergakademie Freiberg überzeugt. Ihr Ziel war es, im Rahmen eines von der Stiftung Industrieforschung geförderten Projekts einen neuartigen Verbundwerkstoff zu entwickeln, der gleichzeitig den Geräuschpegel reduzieren und die Steifigkeit des Maschinengehäuses erhöhen kann.

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Expertenwissen: „Strategien zur Geräuschminderung“

Auf der Fachtagung „Strategien zur Geräuschminderung“ anlässlich der Fachmesse METAV 2004 in München erläuterte Dr. Gerhard Neugebauer von der Maschinenbau- und Metallberufsgenossenschaft in Düsseldorf.

„Geräusch-Emissionen - Messungen und Angaben“
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Auf den zunehmenden Einsatz von aktiven Methoden zur Schwingungsminderung ging Professor Horst Peter Wölfel von der Technischen Universität Darmstadt und Beirat der Wölfel Beratende Ingenieure, Würzburg, in seinem Vortrag ein. Wölfel: „Erst in den letzten Jahren ist eine kommerzielle Verfügbarkeit wie auch Weiterentwicklung verschiedenster Funktionsmaterialien zu beobachten, die sich für den Aktor- und Sensoreinsatz eignen."

„Aktive Geräusch- und Schwingungsminderung mit Funktionsmaterialien“
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Stand: 07.02.2017
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