Michael BembomDer Eintritt in ausländische Märkte ist eine der wichtigsten strategischen Entscheidungen für das Management eines Unternehmens, auch - und vor allem - eines mittelständischen Unternehmens. Das Management kann sich zwischen direktinvestiven (bspw. Aufbau eines Joint Ventures oder Gründung einer ausländischen Tochtergesellschaft) und nicht-direktinvestiven (bspw. Exporte, Lizenzierung) Markteintrittsformen entscheiden. Die vorherige Forschung hat versucht, die Wahl der Markteintrittsform durch die separate Betrachtung individueller, organisationaler und umweltbezogener Faktoren zu erklären. Was bisher fehlte, ist eine Analyse, in der diese Faktoren ganzheitlich und in gegenseitiger Abhängigkeit betrachtet werden. Dieser Aufgabe hat sich im vergangenen Jahr der Betriebswirtschaftler Michael Bembom gestellt. Unter der Anleitung von Prof. Dr. Christian Schwens und mit finanzieller Unterstützung der Stiftung Industrieforschung hat Herr Bembom am Lehrstuhl für BWL, insb. Management der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf seine Masterarbeit verfasst.
Das Ergebnis: Grundsätzlich neigen jüngere Manager eher zu direktinvestiven Markteintrittsformen, vor allem dann, wenn das Unternehmen im Zielland bereits Erfahrung gesammelt hat und das politische Risiko als hoch eingeschätzt wird. Bei älteren Managern steigt die Wahrscheinlichkeit für die Wahl einer direktinvestiven Markteintrittsform gerade bei geringer Erfahrung und geringem politischem Risiko im Zielland stark an.
Herr Bembom hat für seine Arbeit nicht nur die Note „sehr gut“ (1,0) erhalten. Er konnte seinen Betreuer auch davon überzeugen, weiter in der betriebswirtschaftlichen Forschung zu arbeiten und bei ihm zu promovieren.

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Stiftungs-Preisträger erläutern ihre Arbeiten

Mit insgesamt 10.000 Euro zeichnete die Stiftung Industrieforschung im Herbst 2013 drei Dissertationen aus, die nicht nur nach wissenschaftlichen Kriterien hervorragend waren, sondern auch der mittelständischen Praxis wichtige Impulse gaben. In kurzen Videos erläutern die Preisträger – Dr. Nadia Nabout, Dr. Kersten Lange und Dr. Friedrich Sommer – die Kernpunkte ihrer Arbeiten.

Weitere Informationen zur Preisverleihung 2013 finden Sie hier.

Stand: 30.03.2017
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