Ulrich Engelmann mit Dr. Carsten KreklauHyperthermie, also das Erhitzen von Körperzellen, ist seit Jahrhunderten praktiziertes Verfahren in der Krebstherapie. Doch während früher die Menschen als Ganzes erwärmt wurden, versuchen moderne Ansätze normale Körperzellen zu schonen und lediglich die Krebszellen zu erhitzen und damit funktionsuntüchtig zu machen, z.B. indem man (super-)magnetische Partikel in den Tumor einschleust und diese dann über ein Magnetfeld anregt. Ulrich Engelmann, ein junger Physiker vom Institut für Angewandte Medizintechnik, einem Helmholtz-Institut der RWTH Aachen, hat sich dieses Verfahren genauer angesehen. In seiner Masterarbeit hat er die physikalischen Eigenschaften unterschiedlicher magnetischer Partikel untersucht, die wesentlichen Variablen identifiziert, die zu einer Erhitzung der Partikel in der klinischen Anwendung beitragen, und ein modifiziertes Verfahren vorgeschlagen, mit dem die Erhitzung effizienter als bisher gelingen könnte.
Die Arbeit entstand in Zusammenarbeit mit der University of Washington, wo Herr Engelmann mehrere Monate forschen durfte, unterstützt durch ein Stipendium der Stiftung Industrieforschung (das Foto zeigt Herrn Engelmann mit Dr. Carsten Kreklau, dem Kuratoriumsvorsitzenden der Stiftung, bei der Überreichung der Stipendienurkunde). Der Aufwand hat sich gelohnt, die Arbeit wurde mit der Note 1,0 ausgezeichnet.

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Stiftungs-Preisträger erläutern ihre Arbeiten

Mit insgesamt 10.000 Euro zeichnete die Stiftung Industrieforschung im Herbst 2013 drei Dissertationen aus, die nicht nur nach wissenschaftlichen Kriterien hervorragend waren, sondern auch der mittelständischen Praxis wichtige Impulse gaben. In kurzen Videos erläutern die Preisträger – Dr. Nadia Nabout, Dr. Kersten Lange und Dr. Friedrich Sommer – die Kernpunkte ihrer Arbeiten.

Weitere Informationen zur Preisverleihung 2013 finden Sie hier.

Stand: 30.03.2017
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